Ganz klar: deutsche Weine sind wieder im Kommen. Deutscher Wein kam erst mit den Römern nach Deutschland, die schon im 4.Jh das Gebiet um den Rhein und der Mosel mit Reben bedeckten. Vor allem deutscher Weißwein ist sehr bekannt, da er 71,3% der Gesamtrebfläche in Deutschland von 103 000 ha ausmacht. Zu den wichtigsten Weißweinsorten gehören der Riesling und der Müller-Thurgau, da deutscher Weißwein zu 20% aus diesen Rebsorten besteht. Deutscher Rieslingwein entspringt einem wissenschaftlichen Versuch, bei dem man herausbekommen wollte, wie der Wein vor 100 Jahren schmeckte, ehe die Reblauskatastrophe den Wein in Deutschland überzog. Ein wahrer Glückstreffer, denn herrliche Aromen von Pfirsich, Grapefruit und frischen Aprikosen verwöhnen den Gaumen. Auch der Müller-Thurgau Wein kommt wieder in Mode und findet gerade bei jungen Leuten großen Andrang. Deutscher Wein aus Müller-Thurgau entzückt mit seinem intensiven Duft nach Pfirsichen und Aprikosen. Deutsche Rotweine, wie z.B. der Spätburgunder, Dornfelder oder der Portugieser, zählen zu den wichtigsten Rotweinsorten in Deutschland. Der Dornfelder Trocken ist beispielsweise mit seinen Aromen von Holunder ein echtes Genusserlebnis. Kein Wunder, dass deutscher Weine bei einem Deutschen, mit durchschnittlich 23 konsummierten Litern pro Jahr, den vollen Genuss bringt. Insgesamt beläuft sich die Jahresproduktion von deutschem Wein auf 10 Mio. hl Rotwein und Weißwein, von denen 2,8 Mio. für den Export bestimmt sind.
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